Einer der großen Höhepunkte in Mexiko ist eine Zugfahrt durch und entlang des Copper Canyons, der Kupferschlucht. Wir wollen dieses Highlight gleich zweimal erleben. Zunächst hinauf nach Creel, von Los Mochis am Pazifik bis auf 2.345m in der Sierra Madre Occidental. Zunächst führt die Strecke durch die fruchtbare Küstenebene. Mais, Bohnen, Avocados in Hülle und Fülle – so weit das Auge reicht. Langsam steigt das Gelände an. Die Szenerie wechselt, statt Kulturpflanzen, blühen tropische Bäume. Rosa, tiefrot und weiß – vor allem haben es uns die rosa blühenden Trompetenbäume angetan. Ein Farbenmeer an den Flanken der Hügel und Berge. Immer wieder überqueren wir tiefe Schluchten. Unten sattgrüne Wiesen, weiter oben karge Landschaft mit den typischen riesigen Säulenkakteen. Die sollen uns die nächsten Tage noch länger begleiten. „El Chepe“ heißt der Zug mit dem wir diese Strecke bewältigen. Wir passieren 20 Brücken, 39 Tunnel und 360km. Übrigens erstreckt sich der Barranca del Cobre, so heißt der Copper Canyon hier, über ein ganzes Netzwerk von Schluchten. Er ist viermal so groß wie der legendäre Gran Canyon, bis zu 1800m tief und erstreckt sich über 60.000km². Das ist größer als Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammen. Einfach nur gigantisch!
Fortsetzung folgt...