Neue Reisen durch Kanada

von

Atlantik - Rockies - Pazifik

5000 Meilen durch Kanada

Am 10. Juli bringt mich Lufthansa nach Toronto. Mit Air Canada fliege ich gleich weiter nach Quebec. Der Stadt sieht man das französische Erbe an - sehr europäisch, so meine Einschätzung. Highlight der Stadt am Sankt-Lorenz-Strom: das Fairmont Hotel. Wie eine Landmarke überragt es die ganze Stadt. Gerade recht für unsere Gäste. Rund um Quebec, wie überall in Kanada, viel Natur, großartige Landschaften und in dieser Gegend auch Geschichte(n). Meine Idee, mit den Schumann Gästen zukünftig auch auf dem mächtigen Sankt-Lorenz-Strom eine Woche mittels Flussschiff zu kreuzen musste ich zunächst verwerfen. Die einzigen kleinen Flusskreuzfahrtschiffe entsprechen in keiner Weise meinen Erwartungen. Also ist dieser Reisetraum erstmal ausgeträumt. Auch das gehört zu einer Vorreise. Hotels, Schiffe, Partner, die meinen Test nicht bestehen. Gut, dass ich da war, sag ich mir in solchen Situationen.

Nächste Station sind zwei der Atlantikprovinzen. Neufundland, die erste Insel, die ich besuche. Mächtige Fjorde, Eisbergreste oder Elche, die ganz entspannt am Straßenrand grasen. Ins klassische Bild eines Touristenparadieses passt Neufundland sicher nicht. Doch die Insel im Nordosten Amerikas hat mehr zu bieten als wechselhaftes Wetter und betörende Stille - ihre wahre Schönheit erschließt sich auf dem zweiten Blick. Mittels Mietwagen gen Norden. Twillingate nennt sich Hauptstadt der Eisberge. Bis in den kleinen Hafen des Fischer Städtchens treiben die mächtigen Riesen. "Juni-Juli ist Eisbergsaison. Jeder der mächtigen Berge schaut anders aus. Manchmal schillern die Natur Kunstwerke in den verschiedensten Blautönen" erklärt mir Captain Dave. Dave etwas über 70 Jahre jung (sieht aus wie 55) und eigentlich Fischer. Seit einigen Jahren bringt er mit seinem kleinen Boot auch Neufundland Besucher ganz nah an die Eisberge ran. Und, wenn sich denn welche in den Buchten tummeln, zu den Walen Neufundlands. Auch ich fahre kurz mit ihm raus. Eisberge bestaunen. Hier ist per Handschlag schon besiegelt - die Schumann Gäste werden auch Captain Dave kennenlernen. Versprochen!

Nova Scotia - nächste Station meiner Reise. Die Atlantikprovinz im Osten Kanadas ist noch wenig bekannt, bringt Sie aber garantiert zum Staunen - nicht nur wegen ihrer spektakulären Landschaft. Das vorab. Wieder spielen Natur, das Meer und fantastische Landschaften die Hauptrolle. Also nehme ich mir wieder ein Auto und fahre quer über die Insel. Mit ein bisschen Glück lassen sich Wale sogar vom Ufer aus beobachten. Und zwar von den Aussichtspunkten auf dem „Cabot Trail“, der als eine der schönsten Straßen der Welt gilt. Hier schwebe ich über dem Atlantik. 300 Kilometer schlängelt sich die Straße durch das Hochland entlang der rauen Felsenküste im Norden von Cape Breton Island, das eine Brücke mit dem Festland verbindet. Dann gehts zur Bay of Fundy. 220 Kilometer lang und 60 Kilometer breit ist die Bucht namens Bay of Fundy, in der sich ein seltenes Naturphänomen ereignet, welches das Herz von Abenteurern höher schlagen lässt: Hier entwickeln sich die weltweit höchsten Gezeiten, die einen Tidenhub von über 16 Metern produzieren. Spaziergang auf dem Meeresgrund, den nur 6 Stunden später mehr als 15 Meter tiefes Atlantisches Meer bedeckt. Und Kulinarisch? Hummer und Jakobsmuscheln bis zum Abwinken, das sei versprochen. Das geht nirgends besser als hier in Neuschottland. Lobster gilt hier fast schon als Grundnahrungsmittel, denn in den kühlen Gewässern rund um Nova Scotia gedeihen die Könige der Meere besonders gut. Deshalb gibt es ihn auch in allen kulinarischen Variationen sogar als Hummer-Burger. Dazu schätze ich ein Gläschen einheimischen Weißwein, der mittlerweile als internationaler Spitzenwein gehandelt wird.

Air Canada bringt mich nun nach Calgary - dem Tor zu den Rocky Mountains. Von hier fahre ich nach Banff. Der Banff Nationalpark begeistert mich mit seinem spektakulären Bergpanorama, den malerischen Bergseen und wilden Tieren. Kein Wunder, dass Banff der beliebteste Nationalpark in Kanada ist. Auch ich habe mich schon während meiner ersten Reise vor mehreren Jahren unsterblich in die kanadischen Rocky Mountains mit ihrer spektakulären Landschaft und faszinierenden Tierwelt verliebt.

Hier in Banff steige ich in einen der schönsten Panoramazüge der Welt. Der Rocky Mountaineer ist der eleganteste Zug Kanadas. Zwei Tage von Banff durch die Rockies bis an den Pazifik. Vancouver ist mein Ziel. Diese Fahrt ist echt spektakulär. Schnee bedeckt die höchsten Gipfel. Kühne Brücken überqueren tiefe und enge Canyons. Auf den Lichtungen kann man Langhornschafe sehen. Manchmal schaut ein Grizzly Bär aus dem Wald. Adler jagen in den reisenden Flüssen nach Fisch. Naturkino - großartiger als jeder Thriller! Inmitten einer wüstenartigen Landschaft (ja auch das gibt es hier) übernachten wir. Kemloops heißt das Städtchen. Die 2 Tage vergehen wie im Fluge. Bestes Essen, großartige Kanadische Weine und spannende Gespräche mit Mitreisenden aus allen möglichen Ländern. Alle sind total begeistert.

Ich erreiche Vancouver, das Ziel meiner Reise. Allein die Stadt und die Umgebung sind eine Reise wert. Einen fantastischen Überblick verschaffe ich mir vom Wasserflugzeug aus. Und das werden Sie auch, wenn sie mit uns ab 2024 wieder nach Kanada reisen.

Ich habe viele neue Höhepunkte entdeckt, tollen Menschen kennengelernt und manchen Plan auch wieder verworfen. Doch in meinem Kopf bin ich schon mit den ersten Schumann Gästen unterwegs. Mein Stoff genügt für mindestens drei verschiedene Reisen durch Kanada - sind Sie auch dabei?

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