Geschichte(n) von Azteken und noch älteren Hochkulturen, tiefen Canyons und den Giganten der Meere
Es ist Freitag der 13., ohje, ausgerechnet heute beginnt unsere erste Reise nach Mexiko seit Jahren. Doch es geht echt alles gut. Pünktlich holen wir unsere Gäste an der Haustür ab und erreichen, mit kleineren Umwegen (es ist Winter in Deutschland), den Flughafen in Frankfurt. Pünktlich hebt auch der Jumbo der Lufthansa ab und bringt uns nach Mexiko City. Was für eine Metropole, 25 Millionen Menschen wohnen im erweiterten Stadtgebiet. So braucht es Zeit, um von einem Punkt zum nächsten zu kommen. In unserem Falle erreichen wir unser zu Hause für die nächsten beiden Tage nach etwa einer Stunde. Hacienda Peña Pobre heißt das kleine Hotel, gehört zu den Leading hotels oft he world. Schon eine besondere Herberge. Am Abend noch ein paar Tacos, Grundnahrungsmittel Mexikos. Es gibt sie in allen Variationen und richtig bereitet total lecker.
Das Frühstück bereitet der Chefkoch frisch zu. Auf Bestellung und genau nach Wunsch, doch das kann auch etwas länger dauern. Das müssen wir lernen, Ungeduld ist in Mexiko kein guter Ratgeber. Doch dafür überzeugt es vom Geschmack, einfach außergewöhnlich. Frisch gestärkt in die Riesenmetropole. Von der Palacio de Bellas Artes aus beginnt unser Spaziergang durch das vibrierende Herz von Mexiko-Stadt. Vorbei an Straßenmusikern und kolonialen Fassaden erreichen wir den weiten Zócalo, der sich eindrucksvoll vor uns öffnete. Hier ist die geballte Macht Mexikos versammelt. Religiös, Stadtrat und Regierung. Die gewaltige Catedral Metropolitana überragt den Platz und erzählt von der spanischen Kolonialzeit, während gleich daneben die Ruinen des Templo Mayor an den einstigen aztekischen Palast und Tempel erinnern – ein faszinierender Kontrast der Kulturen. Zum Mittag kehren wir in eine kleine Taquería ein und stärkten uns mit frischen Tacos al Pastor, würziger Salsa und eiskalter Horchata. Anschließend bewundern wir das historische Rathaus und den imposanten Palacio Nacional mit seinen berühmten Wandgemälden. Am Nachmittag führt uns der Weg hinaus zu den schwimmenden Gärten von Xochimilco. In einer bunt geschmückten Trajinera glitten wir über die Kanäle, vorbei an Musik, Blumen und lachenden Familien – ein farbenfroher, lebendiger Ausklang eines Tages voller Geschichte und Genuss.
Teotihuacán – unser Ziel des Tages. Die Stadt wurde etwa vor rund 2.500 Jahren gegründet und entwickelte sich zu einer der größten Metropolen der damaligen Welt Bis zu 200.000 Menschen lebten zur Blütezeit hier. Wer sie genau erbaut hat, ist bis heute nicht eindeutig geklärt – sicher ist jedoch, dass sie lange vor den Azteken existierte. Im 7. Jahrhundert wurde die Stadt aus bislang nicht vollständig geklärten Gründen verlassen, vielleicht infolge innerer Unruhen oder ökologischer Probleme? Keiner weiß es – eines der Mysterien Teotihuacáns. Jahrhunderte später gaben ihr die Azteken den Namen „Teotihuacán“ – „Ort, an dem die Götter geboren wurden“.
In Teotihuacán zieht es uns zunächst zur wohl schönsten Anlage der Stadt, der Pyramide der gefiederten Schlange. Ihre reich verzierten Reliefs mit Schlangenköpfen und mythologischen Symbolen wirken bis heute erstaunlich lebendig.
Anschließend das Museum der Stätte. Direkt daneben: die mächtige Pyramide der Sonne. Sie ragt über 60m hoch in den Himmel Mit einer Seitenlänge über 200m gehört die Sonnenpyramiden zu den größten vorchristlichen, religiösen Bauwerken Südamerikas. Am Platz vor der Pyramide des Mondes sammelten wir noch einmal die Eindrücke der antiken Stadt. Manche Schumann Gäste steigen die freigegebenen Stufen hinauf, andere, denen das zu mühsam erscheint erkunden die umliegenden, besonders schön erhaltenen Paläste mit ihren Wandmalereien. Danach hieß es Abschied: Fahrt zum Flughafen von Mexiko-Stadt und Flug nach Los Mochis – bereit für das nächste Abenteuer unserer Reise.
Fortsetzung folgt in Kürze...