Reiseberichte Adventsfahrt ins Blaue 2025

Adventsfahrt ins Blaue 2025

Osttiroler Winterzauber

Der Berufsurlauber Junior erzählt...

Adventsfahrt ins Blaue – mehr als nur eine Reise, ein Moment der Verbundenheit.
Ein Winterzauber in Osttirol entführte uns in diesem Jahr in eine stille, schimmernde Bergwelt. In Lienz, umgeben von den Dolomiten, stimmten wir uns in der Pfarrkirche St. Andrä mit Musik und warmen Worten auf die Adventszeit ein – ein Augenblick voller Besinnlichkeit und Gemeinschaft. Der Mallnitzer Bergadvent öffnete uns eine Welt wie aus einem alten Weihnachtsbuch: leuchtende Krippe, Alphornklänge, knisternde Feuerstellen und der Duft winterlicher Köstlichkeiten begleiteten uns durch ein Dorf, das im Advent seinen eigenen Zauber entfaltet. In der Naturbrennerei Kuenz erlebten wir regionale Tradition, feine Aromen und Tiroler Herzlichkeit. Ein weiterer Höhepunkt führte uns hoch hinauf auf die Nordkette über Innsbruck. Die Aussicht über Stadt und Gipfel, die klare Winterluft und eine musikalische Jause machten diesen Moment unvergesslich. Eine Reise voller Stille, Wärme und Begegnungen – ein Advent, der uns mit Bildern und Gefühlen reich beschenkt hat.

Freitag, 5. Dezember 25 – Wohnort – Rastplatz Rudolphstein – Kirche St. Andrä – Lienz

Eintragung ins Logbuch: Großer Umstieg in Rudolphstein. 7:42 Uhr Abfahrt gen Süden. Fahrt über München und Kufstein nach Österreich. Weiterfahrt über Ellmau, Kitzbühel, Jochberg und Mittersill durch den Felbertauerntunnel nach Osttirol. 14:47 Uhr Ankunft an der Pfarrkirche St. Andrä in Lienz. Begrüßung zur Adventsfahrt und musikalisches Adventsprogramm mit Johannes Berger. 16:56 Uhr Weiterfahrt in die Hotels in Lienz. 579km im Reisebus, 32km im Kleinbus.

Es ist noch dunkel, als wir uns am frühen Morgen zur diesjährigen Adventsfahrt ins Blaue treffen. Die Vorfreude liegt fast greifbar in der Luft – jenes besondere Gefühl, das nur diese Reise auslöst, bei der das Ziel bis zum letzten Moment ungewiss bleibt. Ein Lächeln, ein Händedruck, vertraute Gesichter, die sich seit Jahren zum gleichen Anlass begegnen. Dann setzt sich unser kleiner Konvoi in Bewegung, hinaus in Richtung Süden. Die Landschaft gleitet an uns vorbei, erst vertraut, dann zunehmend alpin, und irgendwann wird es klar: Wir fahren hinein in die winterliche Welt der Alpen.

Noch bevor wir Österreich erreichen, duftet es im Bus schon nach frischem Frühstück, begleitet von herzlichen Worten unseres Teams. Geschichten beginnen sich auszutauschen, kleine Scherze wandern von Sitzreihe zu Sitzreihe, und das leise Murmeln schafft jene Geborgenheit, die unsere Adventsfahrten so besonders macht. Als wir schließlich über Kufstein den Alpenraum betreten, zeigt sich ein erstes zartes Weiß auf den Bergkämmen. Es fühlt sich an, als hätte der Winter unseren Weg bereits erwartet.

Nach einer eindrucksvollen Fahrt durch das Hochtal und den Tunnel, der uns mitten in die Welt des Nationalparks Hohe Tauern führt, öffnet sich schließlich das Panorama Osttirols. Vor uns liegt die Sonnenstadt Lienz – eingerahmt von Dolomiten, schneebestäubt und voller adventlicher Stimmung.

Wir steigen an der Pfarrkirche St. Andrä aus, die uns mit warmem Licht empfängt. Drinnen breitet sich eine Stille aus, die wie ein sanfter Mantel über uns fällt. Der Duft von Bienenwachskerzen liegt in der Luft, und die Orgelklänge von Johannes Berger füllen das Kirchenschiff mit einer feierlichen Wärme. Worte des Dankes, Geschichten von früher, Melodien, die uns an die Wurzeln des Advents erinnern – all das verbindet uns in diesem Moment.

Es ist ein feierlicher Auftakt, der uns nicht nur willkommen heißt, sondern uns innerlich auf diese Reise einstimmt. Die Botschaft ist klar: Gemeinsam unterwegs sein, ein bisschen zur Ruhe kommen, die Schönheit der Adventszeit bewusst erleben.

Später beziehen wir unsere Hotels – jedes auf seine Weise gemütlich, warm und einladend. Ein gutes Abendessen, ein paar Gespräche, vielleicht ein Blick auf die winterliche Stadt – und so klingt unser erster Tag sanft aus. Osttirol empfängt uns mit offenen Armen.

Samstag, 6. Dezember 25 – Lienz – Mallnitz – Dölsach – Assling – Lienz

Eintragung ins Logbuch: 9:07 Uhr Abfahrt nach Mallnitz. Besuch des Mallnitzer Bergadvents. 12:23 Uhr Weiterfahrt nach Dölsach. Besuch der Naturbrennerei Kuenz. 15:52 Uhr Rückfahrt in die Hotels zur kurzen Pause. 17:42 Uhr Abendfahrt zum Bärenstadl. Gemeinsames Menü und musikalische Begleitung durch das Holzbläserensemble HolzArt. 21:48 Uhr Rückfahrt in die Hotels. 127km im Reisebus, 1,2km auf dem Bergadvent spaziert.

Der nächste Morgen bringt klare Luft und dieses helle Winterlicht, das nur die Alpen so malen können. Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es für uns hinein in das Herz des Nationalparks Hohe Tauern: Richtung Mallnitz.

Dort erwartet uns der Mallnitzer Bergadvent – ein Dorf wie aus einem alten Weihnachtsbuch. Die Kirche strahlt in festlichem Glanz. Ein paar Schritte weiter knistert ein Ofen in der Vorlesestube, wo Geschichten erzählt werden, die nach Heimat und Kindheit klingen. Die Alphornbläser füllen das Tal mit warmen, tiefen Tönen, die zwischen den Berghängen widerhallen.

Wir schlendern durch die kleine Adventsmeile: Handgemachtes, Holzschnitzereien, winterliche Gerüche von Zimt, Apfel und Brot. Die Bachpromenade ist wie verzaubert – der Schnee glitzert, und das Wasser begleitet uns mit seinem ruhigen Rauschen. Jeder findet hier seinen eigenen kleinen Adventsmoment.

Nach diesem Ausflug gönnen wir uns in der Kuenz Naturbrennerei einen weiteren Höhepunkt: Ein Haus voller Tradition und Handwerkskunst. Wir erkunden den Schnapsgarten, das Whiskylager und die Brennerei selbst. Es duftet nach Obst, Holz und feiner Würze. Die Verkostung ist eine Reise durch die Aromen Tirols – kraftvoll, warm, winterlich. Ein heißer Apfelsaft rundet den Besuch ab und wärmt uns bis in die Fingerspitzen.

Zurück im Hotel sammeln wir kurz neue Kraft, bevor der große Abend im Bärenstadl beginnt. Und dieser Abend – er wird für viele von uns unvergesslich.

Im warmen Licht des Stadls, dekoriert mit Tannenzweigen und glitzernden Sternen, genießen wir ein köstliches Drei-Gänge-Menü. Die Holzbläser von HolzArt erfüllen den Raum mit Musik, die Herz und Seele erreicht. Mal festlich, mal fröhlich, immer berührend. Es ist ein Abend voller gemeinsamer Freude, Lachen und wunderbarer Stimmung – einer jener Abende, an die man sich später besonders gerne erinnert.

Sonntag, 7. Dezember 25 – Lienz – Südtirol – Innsbruck – Rastplatz Rudolphstein – Wohnort

Eintragung ins Logbuch: 8:12 Uhr Abfahrt über das Pustertal durch Südtirol, vorbei an Bruneck, Antholz und Brenner, weiter nach Innsbruck. Ausstieg an der Hungerburgbahn. Bergbahnfahrt bis zur Seegrube. Musikalische Jause im Restaurant Seegrube mit den Absamer Zitherdirndln. 15:28 Uhr Weiterfahrt Richtung Heimat. 21:37 Uhr Großer Umstieg in Rudolphstein und Weiterfahrt in die Heimatorte. 692km im Reisebus, 22km im Kleinbus, 1696 bewältigte Höhenmeter.

Am letzten Morgen heißt es Abschied nehmen von unseren Hotels – aber noch lange nicht von den Alpen. Wir fahren durchs Pustertal, entlang schneebedeckter Gipfel und weiten Tälern, bis wir schließlich Innsbruck erreichen.

Von dort steigen wir um in die Bergbahnen, die uns Stufe für Stufe hinauftragen – erst über die Dächer Innsbrucks, dann über die Wälder, und schließlich hinein in die majestätische Welt der Nordkette.

Die Seegrube liegt hoch über der Stadt, und der Blick hinab lässt uns staunen. Weit reicht das Panorama, die Berge leuchten vor winterlicher Klarheit. Oben erwartet uns eine musikalische Jause – Tiroler Häppchen, frisch serviert, während die Absamer Zitherdirndln zarte Melodien spielen, die perfekt in diese Kulisse passen.

Wer noch weiter hinauf zur Hafelekarspitze fährt, erlebt einen Moment absoluter Stille: Eine Bergwelt fast ohne Geräusch, nur Wind und Weite. Es ist ein stiller Gruß der Alpen, bevor es wieder bergab geht.

Zurück auf der Hungerburg reihen sich noch kleine Stände eines Weihnachtsmarktes aneinander – der Duft von Punsch, Tannengrün und Gebäck begleitet unsere letzten Schritte in Tirol.

Dann beginnt die Heimreise. Der Tag neigt sich, und im Bus kehren Ruhe und Zufriedenheit ein. Wir blicken zurück auf Tage voller Begegnungen, Musik, Geschichten und großartiger Landschaften. Auf Momente, die bleiben.

Ich freue mich bereits auf das nächste Jahr – und bis dahin möge uns der Schumann-Reisen-Schutzengel begleiten.

Auf bald, Ihr Berufsurlauber Junior

 

 

Adventliche Eindrücke

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