Gailtal
Unsere Reise in den Lerchenhof 2026
Sonnenverwöhnte Tage im Gailtal
Unsere Reise startet am Sonntag, den 21. Juni. Ein reiselustiger Tag bei Schumann Reisen. Eine Gruppe beginnt mit Sandra Schumann die Reise zum Lago Maggiore, für Katrin Ziehm und Ihre Gäste geht es in die Hohe Tatra, Thomas Schumann steuert die Pyrenäen an. Mit eben diesen Gästen machen wir uns auf den Weg Richtung Süden. Bis zum Münchener Flughafen sind wir für die Pyrenäenreisenden die „Mitfahrgelegenheit“. Pünktlich um 10.45 Uhr erreichen wir den Münchener Flughafen und verabschieden die Gruppe zu Ihrem Bergabenteuer. Für uns heißt es: weiter gen Süden, Kärnten in Österreich ist unser Ziel. Nach einem nachmittäglichen Zwischenstopp in Kitzbühel, erreichen wir über die Felbertauernautobahn um 17.15 Uhr unser Hotel im Gailtal. Wir sind zu Gast bei Familie Steinwender im Lerchenhof. Die gesamte Familie Steinwender hat hier Ihren Traum vom nachhaltigen Hotelbetrieb und der Slow-Food-Gastronomie verwirklicht und lebt diesen mit herzlicher Gastfreundschaft. Am Abend ist für uns eine lange Tafel im Garten gedeckt – genau das richtige bei den steigenden Temperaturen. Aber auf die hohen Temperaturen folgt oftmals der Gewitterschlag. Und dieser ließ nicht lange auf sich warten. Also Teller, Besteck und Getränk geschnappt und schnell nach drinnen umgezogen. Aber es gibt noch Gelegenheit auf unser Gartenabendessen.
Den nächsten Tag starten wir gemütlich mit einem Haus- und Hofrundgang, angeführt von Herrn Steinwender Senior. Er ist der Chef vom Speck. Und so erklärt er uns ganz ausführlich die Steinwendersche Leidenschaft für die regionalen Leckereien. Eine Kostprobe darf nicht fehlen – mit viel Fingerspitzengefühl, feiner Nase und zarten Gaumen. Nach unserer kleinen Verkostung kehren wir dem Hotel den Rücken und steuern den glasklaren Weißensee am Fuße der Gailtaler Alpen an. Schifffahrt über den See – es wäre schön gewesen, wenn die anderen Gäste die Idylle auch mit etwas mehr Ruhe genossen hätten, aber das hat der wunderschönen Natur keinen Abbruch getan. Zur Belohnung gab es für den ein oder anderen ein erstes Reiseeis. Die Sonne meint es ziemlich gut mit uns…aber so wollen wir das ja auch haben. Danach geht es im klimatisierten Bus auf kleine Rundfahrt. Über Spittal und Kreuzen im Drautal zurück nach Hermagor-Pressegger. Das Abendessen soll auch nicht unerwähnt bleiben. Vor allem, man weiß bei jedem Bissen, wo es herkommt. Nämlich von A bis Z aus dem Gailtal. Keine eingeflogene Garnele, kein importiertes Obst – alles was das Gailtal zu bieten hat, landet bei Steinwenders auf dem Tisch. Wir dürfen also schlemmen ohne schlechtes Gewissen…
Neuer Tag – neues Ziel. Die Lienzer Dolomiten sind unser Tagesziel für den heutigen Tal. Wir fahren im Gailtal weiter gen westen und erreichen am Vormittag die Dolomitenhütte. Mitten im Herz der Lienzer Dolomiten thront auf über 1600m Höhe die Dolomitenhütte, die auch gern als Adlerhorst bezeichnet wird. Oben angekommen, wissen wir, woher der Name kommt…kleiner Spaziergang bis zur Kapelle und dann Einkehr bei Suppe und Kaiserschmarrn in der Hütte. Damit haben wir auch genau die richtige Grundlage für den nächsten Programmpunkt gelegt. Bei Familie Kuenz gibt es allerlei Leckereien aus dem hochprozentigen Sortiment. Vom glockenbeschwungenen Whiskey, über den fruchtigen Likör bis zum cremigen Rauchkofel. Herr Kuenz führt uns durch sein kleines Familienimperium. Somit treten wir gut gelaunt die Rückreise nach Hermagor an.
Was uns am nächsten Tag erwartet, wissen wir auch noch nicht so genau. Nein, Spaß beiseite. Aber unser Ausflug ins Maltatal ist faszinierend und aufregend zugleich. Für uns alle faszinierend, für Falk eine Fahrt, die fahrerisches Feingefühl abverlangt. Das Tal der Wasserfälle, so wird das Maltatal auch genannt. Warum, zeigt sich gleich am Taleingang. Mal stürzen sich die Wassermassen über 200m in die Tiefe, mal gleichen sie einem zarten Schleier. Die Panoramastraße wurde einst als Arbeitszufahrt für die Arbeiter am Staudamm gebaut. Schnell konstruierte Tunnel und kurvenreiche Abschnitte prägen die 15km lange Straße. Das hier mal ein Reisebus mit fast 14m Länge durchfahren würde, daran hat damals noch keiner gedacht. Wie es geht, hat uns Falk gezeigt und auch dank der tollen Unterstützung der Busbegleiter, mit Bravour gemeistert. Am Ziel angekommen, werden wir mit einem einmaligen Panoramablick belohnt. Das Tal liegt uns zu Füßen, die mächtige Kölnbrein-Staumauer ist der fulminante Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes. Mittagessen im Berghotel und anschließend nehmen wir die Staumauer genauer unter die Lupe. Beeindruckend, was hier durch Menschenhand geschaffen wurde. Unseren tollen Tag begießen wir beim einem Glas Sekt an den Malteiner Wasserspielen. Zur Belohnung dürfen wir auch wieder an der Gartentafel Platz nehmen. Der perfekte Abschluss eines interessanten Tages, den einige noch bis in die Abendstunden ausklingen lassen.
Wie schnell die Tage doch vergehen, wenn es der Wettergott immer gut mit einem meint. So genießen wir auch am Donnerstag die Zeit in der Natur. Herr Steinwender junior begleitet uns zu einem kleinen Spaziergang und erklärt uns erst einmal, was es mit dem neumodischen Begriff „Slow food“ eigentlich auf sich hat. Man merkt ihm den Stolz wahrlich an. Wer Lust hat auf eine Abkühlung, fährt mit zum Pressegger See. Wir spazieren durch den Schilfgürtel direkt zum Südufer. Liebevoll nennen ihn die Kärntner die Badewanne des Gailtals. Einige wagen den Sprung ins kühle Nass und werden mit glasklarem Wasser belohnt. Zeit zum Baden, Wandern oder Einkehren. Unser Urlaub neigt sich so langsam dem Ende. Morgen beginnt schon unsere Heimreise. Wir wünschen uns eine gute und staufreie Rückfahrt.
Auf das wir uns bald wieder sehen, vielleicht einmal an der Ostseeküste oder wieder hier in den österreichischen Bergen. Bleiben Sie gesund und reiselustig.
Ihr Ronny Hößelbarth