Geburtstag feiern ganz oben - 28.04. bis 01.05.2019

Sonntag, der 28. April 2019 Wohnort – Autobahnraststätte Frankenwald – Pflegersee – Garmisch Eintragung ins Logbuch: 07.47 Uhr Ankunft an der Autobahnraststätte Frankenwald. Empfang mit Sekt und leckeren Häppchen. 08.43 Uhr Abfahrt nach Süden. 14.25 Uhr Ankunft am Pflegersee. Bayerische Schmankerln mit Musik. Alphörner und Goaßlschnalzer. Danach zum Hotel – Zimmerbezug und Abendessen im Hotel. 452 km im Reisebus, 69 km im Kleinbus, 0,8 km gelaufen bei trockenem, teils regnerischem Wetter

Vom Pflegersee nach Garmisch

Ich gehe wieder auf Reisen, schon zum zweiten mal in dieser Saison. Die Geburtstagsreise beginnt heute. Seit 2010 als Schumann Reisen begann, seinen Geburtstag mit uns Gästen zu feiern, bin ich dabei. Damals, 20 Jahre wurde unser aller Reiseunternehmen damals alt oder jung, ging es nach Berlin. Im Jahr darauf, also 2011, führte uns diese besondere Tour nach Garmisch - Partenkirchen. Die Region rund um die Zugspitze ist auch diesmal unser Ziel. 25+4  Jahre, das feiern wir ganz oben auf Deutschlands höchstem Berg. Sicherlich wird das der Höhepunkt werden. Doch auch sonst verspricht das Programm wieder einzigartige Momente. Bayerisches Brauchtum, Kulinarische Spezialitäten und überwältigende Landschaften. 

Nachdem die letzten Wochen fast schon hochsommerliches Wetter die Tage prägte, hat es sich zum Ende des Monats merklich abgekühlt. Regen, Wind und auch kalte Tage. Sollte Thomas Schumann, der ja immer einen guten Draht zu Petrus hat, diesmal Regen und Schnee statt Sonne und Sternenhimmel bekommen? Statt goldener Sonnenuntergang über den Bergen winterliches Schneetreiben? Nun, auch das kann schön werden. Also ich freue mich auf die Reise. Schon der Schumann´s Horst (der leider längst verstorbene Vati des Schumann Chefs) pflegte zu sagen: "Ist das Wetter noch so trübe - immer hoch die alte Rübe". Also bin ich frohen Mutes, als mich der kleine Zubringerbus abholt. Überpünktlich, wie fast immer in den letzten Jahren. In früheren Zeiten war das leider nicht immer so. An der Raststätte Frankenwald, auch bekannt als Brückenrestaurant, werden wir schon erwartet. Die ganze Schumann Familie ist da. Sekt wird in Gläser gegossen, Käse- und Wursthäppchen werden uns gereicht. Und dann gehts los. Alle 9 Busse setzen sich in Bewegung: Garmisch - Partenkirchen, genauer gesagt der Pflegersee, ist unser erstes Etappenziel. Regen und Wolken begleiten uns auf der Fahrt dorthin. Das Wetter wird bei dieser Reise noch eine große Rolle spielen. Immer wieder der teils bange, teils hoffnungsvolle Blick gen Himmel. Gegen halb drei erreichen wir Garmisch. Kühn schlängelt sich die Straße hoch hinauf in die Berge. Und da liegt er, der wundervolle Pflegersee. Steil erheben sich die Felswände gen Himmel. Am gegenüberliegenden Ufer spiegelt sich der urige Gasthof im See. Ein wunderbares Fleckchen Heimat. Zünftige Musik empfängt uns am Seeufer. Ich genehmige mir erst einmal ein Bayerisches Helles, aus der Schnappflasche. Lecker, auch die liebevoll bereiteten Häppchen schmecken hervorragend. Tja man merkt ganz genau, dass die Schumanns wissen wo es schön ist und gut schmeckt. Dann erklingen Alphörner am See. Goaßlschnalzer vollführen knallende Kunststücke mit ihren Peitschen. Ein prima Auftakt zum Großen Geburtstag.

Montag, der 29. April 2019 Hotel – Imst in Tirol – Wattens – Wank – Hotel Eintragung ins Logbuch: 09.25 Uhr Abfahrt nach Imst über den Fernpass. 10.45 Uhr Empfang im Hirschen. Mittagessen. 12.15 Uhr Weiter nach Wattens zu Swarovski. Kaffee, Kuchen, Glitzersteine. 15.40 Uhr über Seefeld zurück nach Bayern. 16.58 Uhr Auffahrt mit der historischen Wankbahn. Winter und 50cm Schnee. Bayerische Schmankerln mit Blasmusik 19.25 Uhr zurück in unser Hotel 248 km im Reisebus, 2,4 km zu Fuß, per Seilbahn auf den 1.780m hohen Wank

Rund um die Zugspitze

Und wieder der Blick zum Himmel. Graue Wolken versperren den Blick auf die Zugspitze. Morgen wollen wir hoch. Werden wir überhaupt irgendetwas sehen können? "Rund um die Zugspitze" - so heißt der heutige Tag. Wir besuchen also unser Nachbarland Österreich, genauer gesagt Tirol. Über den Fernpass, hier zeigen sich ab und an sogar einzelne Bergspitzen, hinunter nach Imst. Hier wohnt Familie Staggl und führt ihren Tradtionsbetrieb "Hirschen" seit Generationen. Echt Tiroler Gastfreundschaft, habe ich zur vorletzten Adventsfahrt ins Blaue selbst schon erleben dürfen. Und so ist es auch heute. Es gibt einen hervorragenden Schweinerücken. Alles ganz frisch zubereitet und schnell auf dem Tisch. Dazu genehmige ich mir einen schönen Zweigelt aus dem Burgenland. Hannes Staggl persönlich kümmert sich um den Wein im Glas.

Dann geht es schon wieder weiter. Das Inntal hinunter, vorbei an Innsbruck, dahinter ragt die Nordkette in den Himmel, zu Swarovski nach Wattens. "André Heller entwarf hier einen einzigartigen Ort der Fantasie. Besucher werden von Kristall in all seinen Facetten überrascht, berührt, vielleicht sogar verwandelt. Willkommen liebe Schumann Gäste bei Swarovski" begrüßt uns die charmante Gastgeberin. Sie erzählt uns auch von der Geschichte, wie alles begann: "Am 24. Oktober 1862 wurde Daniel Swarovski in Böhmen geboren und übersiedelte später nach Tirol. Der Erfindungsreichtum von Daniel Swarovski war nicht zu bremsen: Er führte Versuche mit Glasdünnschliff durch, tüftelte an der Herstellung von Metallperlen, experimentierte mit geschliffenen Glasperlen und erfand eine neuartige Knopföse. 1891 meldete er in Prag zusammen mit seinem Schwager und Geschäftspartner Franz Weis ein Patent für eine - Maschine zum Schleifen von Kristall in Perfektion - an. Der endgültige Durchbruch." und dann lädt sie uns ein, die einzigartigen Ausstellungen hier zu genießen: "Große Namen aus Kunst, Design und Architektur zeigen ihre ganz eigene Interpretation von Kristall – hypnotisch, magisch, einzigartig. An diesem magischen Ort begegnen Sie zeitgenössischer Kunst genauso wie uralter Geschichte. Besuchen Sie den Riesen und seinen Garten und lassen Sie sich von der Schönheit, Inspiration und Energie, der Sorgfalt und Ästhetik verzaubern." Und wirklich, es ist eine phantastische Zauberwelt in die wir nun eintauchen. Mysthische Musik, bewegende Installationen und glitzernde Märchenwelten. Wunderkammern nennt Swarovski die Ausstellungsräume. Einfach wunderbar! Es folgen Kaffee & Möhlspeis (also auf deutsch schmackhafte Torte) im Daniels. Frisch gestärkt erreichen wir am frühen Abend die Talstation der Wankbahn. Auf 1.780m Höhe bringt uns die Seilbahn. Der Wank gilt als schönster Panoramaberg ganz Bayerns. Von oben überblickt man ganz Garmisch - Partenkirchen und wähnt sich auf Augenhöhe mit der Zugspitze. Doch daraus wird heute nicht viel. Als wir oben aussteigen erwartet uns gut ein halber Meter Schnee. Wir "landen" inmitten einer undurchdringlichen Wolke. Nunja auch eine Erfahrung. Eigentlich soll der Empfang auf der Bergterrasse stattfinden, so mit Musik und allerlei Bayerischen Schmankerln. Das gibt es auch alles, jedoch statt draußen zu frieren haben wir alle Platz im warmen Berggasthof drinnen. Da gibt es nur 250 Plätze, also hat Schumann Reisen den Empfang kurzerhand auf 2 Gruppen aufgeteilt. Wieder so eine weitsichtige Entscheidung und ganz nebenbei wohl eine logistische Meisterleistung. Auf jeden Fall haben wir hier oben 2 Stunden Spaß, Musik und Genuss. Und nun, wir fahren mit der Seilbahn hinab, präsentiert sich sogar das abendlich erleuchtete Garmisch - Partenkirchen im Panoramablick.

Dienstag, der 30. April 2019 Hotel – Garmisch - Partenkirchen – Zugspitze – Hotel Eintragung ins Logbuch: Wir gehen Spazieren. 12.30 Uhr MIttagessen. 15.00 Uhr per Bus zum Eibsee. 15.45 Uhr Abfahrt mit der Zugspitzbahn zum Zugspitzplatt. 16.45 Uhr Empfang mit Musik, Glühwein und viel Schnee. 17.15 Uhr Fahrt ganz hinauf mit der Gletscherbahn. 18.30 Uhr Bayerisches Büffet mit Musik. 20.25 Uhr Goldener Sonnenuntergang. 22.15 Uhr Abfahrt mit der Eibseebahn 38 km im Reisebus, 3.650m zu Fuß und mit der Bahn bis auf 2.962m (fast)

Feiern ganz oben

Wir können heute ausschlafen. Der Vormittag steht für unsere individuellen Stunden zur Verfügung. Hotelschwimmbad oder Wandern, Stadtbummel oder mit unserem Reiseleiter eine kleine Runde drehen - ganz wie jeder möchte. Wir sollen es ganz ruhig angehen und vielleicht auch ein kleines Mittagsschläfchen machen, meint Thomas Schumann. "Denn wir sind ab dem Nachmittag bis in die Nacht auf Deutschlands höchsten Berg - immerhin auf fast 3.000 m  Höhe, das strengt an, Sie werden schon sehen." Doch erstmal gibt es wieder lecker Mittagessen, diesmal in unserem Hotel. Und dann ruhe ich mich tatsächlich ein wenig aus, will ja fit sein für den Abend. Vorher jedoch richte ich meinen Blick gen Himmel. Noch immer verdecken dichte Wolken die Gipfel, Schnee fällt oben in den Bergen. Gleichwohl hat es zumindest aufgehört zu regnen. Das wird wohl heute nichts mehr mit dem tollen Farbenspiel zum Sonnenuntergang, auch Sternlein werden wir wohl keine sehen können. Haben "Petrus und der Wettergott" Thomas Schumann doch verlassen? Ist keine Sonnenstunde mehr übrig im April? Die Wetterprognose auf meinem neuen Smartphone (ja so etwas habe ich mir nun auch noch angeschafft, kann so alle Schumann Reisen auf Facebook verfolgen und bekomme neueste Angebote direkt auf mein Handy) zeigt eine glitzekleine Chance auf Sonne in den Abendstunden. Ohje, ich bin gespannt. Unser Reisebus bringt uns am Nachmittag zum Zugspitzbahnhof am Eibsee. Noch ist kein Gipfel zu sehen. Pünktlich um 15.45 setzt sich die blau-weiße Bahn in Bewegung. Natürlich exklusiv für uns Schumann Gäste. Andere "normale" Reisende dürfen zu dieser Zeit nicht mehr hoch. Das gibts heute nur für Schumann Reisen. Der Berg gehört uns allein.

Die Zahnradbahn bringt uns bis zum Platt der Zugspitze und zwar auf 2.600m. Musik, Punsch und Glühwein gibts zum Empfang. Und? Leider noch keinen Sonnenschein, dafür türmt sich der Schnee meterhoch, mehr als 6 m sollen es sein. Draußen auf der Terrasse des Sonnalpin werden wir dicht von watteweißen Wolken umhüllt. Die ersten Gäste fahren derweil mit der Gletscherbahn hoch bis auf den Gipfel. Da kommen schon die ersten Gerüchte auf, Bilder werden auf den Handys herumgereicht - oben stehen die Gäste schon im Sonnenschein, blauer Himmel Gipfel ragen aus den Wolken. Es wäre ein Traum. Also nichts wie hoch mit der Gondelbahn. Und dann durchbrechen wir die Wolken, Sonne scheint mir ins Gesicht. Mein Herz springt vor Glück. Unvermittelt muß ich an ein Lied meiner Jugend denken: "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein...". Ja so fühl ich mich in diesen Moment. Frei, Glücklich, Euphorisch fast. Ich möchte gar nicht hinein. 3 Jahre wurde an der neuen Gondelbahn und diesem futuristischem Bau geplant. 50 Millionen hat die Bayerische Zugspitzbahn investiert und 3 Weltrekore aufgestellt. Die Bahn über-windet den größten Höhenunterschied von 1.945 Metern in einem Abschnitt. Sie steht mit 127 Metern auf der weltweit höchsten Stahlbaustütze und hat das längste freie Spannfeld (3.213 Meter). Die Gebäude hier oben hängen 35m über den Abgrund. Drinnen eröffnet derweil Thomas Schumann das Buffet, auch hier wird wirklich nicht gespart. Es gibt alles was das Herz begehrt. Frisch, schmackhaft, reichlich - so fällt das Fazit aus. Gleich 3 Musik-gruppen werden aufgeboten. Nacheinander spielen die in den verschiedenen Panoramastuben. Stimmungsvoll oder melancholisch, mitreisend und manchmal mit leisen Tönen. Dann hält es mich nicht mehr auf meinem Platz. Draußen läuft "Naturkino" vom Feinsten. Die Sonne geht unter und taucht Wolken und Bergspitzen erst in ein goldenes, dann in ein pinkfarbenes Licht. Ständig wechselt das Farbenspiel. Ein phantastisches Erlebnis. Später funkeln die Sterne am Firmament, einer zwinkert mir zu, so scheint es. Vielleicht liegt das aber auch an der Träne die nun aus meinen Augen rollt.

Mittwoch, der 1. Mai 2019 Hotel – Starnberger See – nach Hause Eintragung ins Logbuch: 08.15 Uhr Abfahrt am Hotel. 09.25 Uhr Ankunft in Starnberg - Leinen Los. Museum Buchheim. Gen Heimat. 474 km im Reisebus, 43 km auf dem See

Am und auf dem See

Heute spare ich mir den Blick auf die Wetterprognose. Schon beim Aufstehen (heute müssen wir recht früh aus den Federn) scheint die Sonne durchs Fenster in mein Gesicht. Stahlblauer Himmel wölbt sich über die Gipfel des Werdenfelser Landes. Ganz oben glitzern Eis und Schnee wie Swarovski Kristalle im Licht. In Starnberg liegt bereits ein gepflegtes Schiff für uns bereit. Wir gehen an Bord und Musik ertönt. Da sind sie wieder, unsere Freunde aus Prag. "Aus Böhmen kommt die Musik, sie ist der Schlüssel zum Glück" - Jaromir und seine Blasmusikanten spielen tüchtig auf an diesem letzten Reisetag. Der tradtionlelle Frühschoppen bei Schumann Reisen. Nochmal richtig Schlemmen, ein Bier auf die Gemütlichkeit (oder auch ein Gläschen Wein) und sogar ein Tänzchen wagen. Draußen auf dem Sonnendeck genießen wir zwischendurch eine geheimnissvolle Stille, nur das glucksen des Wassers am Schiff ist zu hören. Ab und an unterbrochen durch den Schrei einer Möwe oder das Singen einer Amsel. Frühling auf dem Starnberger See. Als wir uns dem Südufer und Bernried nähern tauchen die Gipfel der Alpen am Horizont auf. DIe Zugpitze ist genau zu erkennen. Da haben wir gestern Abend einige unvergessliche Stunden verlebt. Eindrücke, die ich nie vergessen werde. Da sucht sich doch tatsächlich wieder in Tränchen seinen Weg. Es sind solche des Glücks. Schön, dass wir so etwas erleben dürfen. Zum Schluß des Tages noch ein Besuch im Haus Bucheim. Lothar Günther Bucheim, übrigens in Weimar geboren, hat allerlei zusammengetragen aus der Welt der Kunst. Hier am und über dem See hat es eine würdige Heimstätte gefunden. Ein spannender Ausklang wie ich finde. Dann fahren wir nach Hause - ich jedenfalls bin bald wieder dabei – zur Großen Geburtstagsreise 30 Jahre Schumann Reisen im nächsten Jahr. Da lädt Schumann in die britische Botschaft ein und im Schloß Charlottenburg wird es eine Gala geben. Kommen Sie auch wieder mit? Ich hoffe doch sehr.

Ihr Schumann Reisen Dauergast!