Reisen

Madagaskar – geheimnisvoll und einzigartig

EINE INSEL WIE EIN EIGENER KONTINENT

Inhalt

    Übersicht

    Madagaskar? Fragen Sie mal Jemanden auf der Straße in Thüringen oder Sachsen danach. Die meisten werden sich an: „Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord“ erinnern, dem alten Seemannslied. Manche wissen immerhin noch, dass es ein Land in Afrika sein muss. Die wenigsten können erklären, wo genau Madagaskar liegt und was das Besondere an diesem Land ist. Da also Madagaskar ein recht unbekanntes Reiseziel ist, fangen wir einmal mit ein paar nackten Zahlen an. Das Land ist eine Insel, naja fast schon ein eigener Kontinent, zumindest wegen der Vielfalt der Flora und Fauna – dazu später mehr. Immerhin die viertgrößte Insel der Welt. Die Gesamtfläche Deutschlands würde fast zweimal auf die Fläche Madagaskars passen. Also riesengroß. Dabei leben hier nur etwa 32 Millionen Menschen. Damit ist die Insel extrem dünn besiedelt. Das liegt zum einen an der rudimentären Erschließung mit Straßen oder Eisenbahnstrecken und zum anderen an der Topografie. Während an der Ostküste tropisches Sumpfland und Urwälder (ja es gibt sie noch, auch wenn ein Großteil längst gerodet wurde) das Landschaftsbild prägen, bestimmen im Süden Trockenwälder und Halbwüsten die Szenerie. Das zentrale Hochland liegt meist auf Höhen zwischen 1.000 und 1.600m – hier ist es angenehm kühl und trocken während die Küstenregionen oft heiß und feucht sind. Ich erwähnte ja bereits – Madagaskar ist wie ein eigener, kleiner Kontinent. Und entstand auch als ein solcher. Vor rund 150 Millionen Jahren „bricht“ die indische Platte der Afrikanischen ab und driftet weg. Nochmal rund 50 Millionen Jahre später brechen der indische Subkontinent und eben Madagaskar auseinander. Fortan gehört Indien zu Asien und Madagaskar geografisch zu Ostafrika, obwohl dessen Küste mehrere Hundert Kilometer entfernt liegt. Die Straße von Madagaskar liegt nun dazwischen. Die Besiedlung des „Minikontinents“ beginnt aus Richtung Südostasien und im geringeren Maße auch vom afrikanischen Kontinent vor etwa 1.500 Jahren. Es entwickeln sich Kulturen, die der Indonesischen und auch der Afrikanischen ähnlich sind. Flora und Fauna hingegen gehen meist ganz eigene Wege im Zuge der Evolution. Die Artenvielfalt Madagaskars ist immens, ja fast unermesslich. Noch immer werden neue entdeckt. Und ein großer Teil gilt als endemisch, kommt also nur auf Madagaskar vor. Nirgends gibt es beispielsweise eine solche Fülle von Orchideen – mehr als 1.000 Arten sollen es sein. Baobabs kennt man auch vom afrikanischen Festland, doch auf Madagaskar gibt es anstatt einer Art gleich sieben. Lemuren – das sind die heimlichen Stars der Insel – auch diese Vertreter der Halbaffen gibt es nur in Madagaskar. Lemuren sind auch mit mehreren Arten vertreten. Von Mini bis ziemlich groß. Sie bevölkern die Urwälder des Landes. Dazu gesellen sich Vogelarten, die es nur hier gibt, Chamäleons und jede Mange seltsam ausschauende Amphibien. Madagaskar – in jedem Fall also eine Reise wert. Dazu kommen kulinarische Genüsse, herzliche Begegnungen mit den Menschen und immer wieder überraschende Momente. Klar – Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, die Menschen jedoch geben sich oft glücklich und immer freundlich. Unsere Unterkünfte habe ich selbst ausgesucht. Manchmal großartig und unerwartet komfortabel, manchmal einfach – doch immer ordentlich und empfehlenswert. Abenteuer gefällig? Madagaskar bietet es!

    Leistungen

    • Fahrt zum Flughafen ab/an Ihrem zu Hause
    • Flug mit Ethiopian Airlines Frankfurt-Madagaskar-Frankfurt
    • Alle Flüge innerhalb Madagaskars
    • 15x Übernachtung und Abendessen in ausgewählten Hotels und Lodges
    • 8x Mittagessen
    • Eintritte, Bahnfahrt, Transfers – Programm laut Beschreibung
    • Halbe Doppelzimmer ohne Aufpreis

    Preise pro Person

    Im Doppelzimmer 5.479,-
    Einzelzimmerzuschlag 1.400,-

    Zuschlag Business Class Flüge auf Anfrage

    Termine

    12.09. - 29.09.2026

    Buchung anfragen

    Fußabdruck

    300 kg
    Im Durchschnitt je Gast und Reisetag

    Programm

    Flughafen-frankfurt-flughafen-antananarivo-madagaskar-13-aug-16-51

    1./2. Tag: „Afrika“

    – wir kommen. Auch für diese Reise holen wir Sie zu Hause ab. Gemeinsam fliegen wir mit Ethiopian Airlines zunächst bis nach Addis Abeba. Ankunft am frühen Morgen und weiter geht’s nach Antananarivo, kurz Tana genannt. Wir erreichen die Hauptstadt Madagaskars gegen Mittag. Hier bleiben wir über Nacht. Vom Hügel der macht, da wo einst der Königspalast stand, schauen wir hinunter auf das quirlige Treiben. Abendessen – Spezialitäten zur Begrüßung. Wir wohnen im La Marangue.

    3.Tag: „Menschen und Panoramen“.

    Sie verlassen Antananarivo in aller Frühe. Die Stadt liegt noch im Dämmerlicht, doch das Leben pulsiert bereits – hupende Taxis, rauchende Kochtöpfe, Händler, die ihre Stände aufbauen. Schon bald lassen Sie den Trubel hinter sich. Die Straße windet sich durch Hügelland, vorbei an Reisfeldern, Zebus und kleinen Lehmhäusern. Kinder winken, das Leben auf dem Land zieht an Ihnen vorbei wie ein bunter Film. Plötzlich ändert sich alles: dichter Nebel hängt in den Baumwipfeln, riesige Farne säumen die Straße, das Zwitschern exotischer Vögel dringt durch das offene Fenster. Sie sind angekommen im Gebiet des Primär-Bergregenwaldes Ranomafana. UNESCO-Weltnaturerbe! Die Natur wirkt uralt, unberührt. Moose bedecken die Äste, Lianen hängen schwer von den Baumkronen. Wir halten an, atmen tief ein – feuchte Erde, lebendiger Wald, Wasserfälle und wilde Strudel. Abendessen bereits in unserer Lodge Setam – hier bleiben wir die nächsten beiden Tage.

    4.Tag: „Lemuren und Chamäleons“.

    Früh am Morgen treffen wir unseren Ranger am Eingang des Ranomafana Nationalparks. Der Dschungel liegt noch still im Nebel, nur das entfernte Rufen eines Lemuren durchbricht die Stille. Der Pfad ist schmal, feucht und von Wurzeln durchzogen. Es riecht nach nassem Laub, nach Leben. Plötzlich bleiben wir stehen, unser Ranger hebt die Hand. Oben in den Bäumen: Bewegung. Ein Trupp Lemuren – flink, neugierig. Sie schauen herab, springen weiter. Wir gehen tiefer in den Wald. Über uns wölbt sich ein grünes Dach aus Farnen und moosbedeckten Ästen. Ein Chamäleon, perfekt getarnt, klammert sich ans Geäst. Unser Dschungel Ranger zeigt auf winzige Orchideen, auf Spuren von Tenreks und erklärt geduldig das Zusammenspiel des Ökosystems. Ein Wasserfall rauscht in der Ferne. Vögel rufen, Insekten zirpen – der Regenwald lebt, pulsiert. Nach knapp vier Stunden kehren Sie zurück, etwas erschöpft, aber erfüllt. Die Kleidung ist feucht, die Schuhe schmutzig – und doch fühlen wir uns alle beschenkt. Wir haben einen Blick in eine uralte Welt, hinein in die unbeschreibliche Natur geworfen. Am Nachmittag besuchen wir die Forschungsstation der Stony Brook Universität. Wir beleuchten Ranomafana aus wissenschaftlicher Sicht. Noch heute werden regelmäßig neue Arten entdeckt. Wir wollen mehr dazu erfahren.

    5.Tag: „Leben in Madagaskar“.

    Am Morgen machen wir uns wieder auf den Weg. Wir besuchen eines der Dörfer und schauen uns genauer an, wie das Leben hier auf dem Land funktioniert. Schnell kommen wir mit den Menschen ins Gespräch. Die Madagassen interessieren sich auch für unser Leben. Die einzige Teeplantage Madagaskars liegt auch ganz in der Nähe. Klar – besuchen wir auch. Am späten Nachmittag erreichen wir Sahambavy. Hier wohnen wir die nächsten beiden Tage im Lac Hotel.

    6.Tag: „Eisenbahn Nostalgie“.

    Hier zuckelt gelegentlich noch eine Eisenbahn durch die wilde Landschaft – wenn die Gleise nicht gerade überschwemmt, verschüttet oder gebrochen sind. Wir wollen es versuchen. Denn die Streck gen Osten gehört zu den spektakulärsten Bahnstrecken der Welt. Sie nehmen Platz in der Micheline – ein kurioses Relikt aus kolonialer Zeit. Der Motor ruckelt los, die Räder rattern sanft über die alten Schienen. Kein Komfort, keine Eile – nur das rhythmische Schaukeln und der Blick durch die offenen Fenster. Vorbei ziehen endlose Felder, schmale Dörfer mit winkenden Kindern, Frauen mit Körben am Kopf, Zebu Herden in der Ferne. Gelegentlich halten wir im Nirgendwo – nicht, weil wir müssten, sondern weil Zeit hier anders vergeht. Händler steigen zu, bieten Mangos, frittierte Bananen, geröstete Maiskolben. Mitten im Wald plötzlich Stille. Nur das Knacken der Bremsen, das Zischen des Motors. Vielleicht eine kurze Reparatur? Vielleicht nur eine Pause? Niemand fragt. Niemand drängelt. Dann geht’s weiter. Über rostige Brücken, durch Tunnel, vorbei an Wasserfällen – ein bewegter Film aus grünem Licht und roter Erde. Also der Tag heute dreht sich um die Bahnlinie, die Dörfer, die darauf angewiesen sind und die überwältigende Landschaft. Abenteuer? Klar – garantiert!

    7.Tag: „Im Hochland“.

    Wieder fahren wir über Land. Antsirabe empfängt Sie mit frischer Hochlandluft, kolonialem Flair – und hunderten bunter Rikschas, den berühmten Pousse-Pousses. Sie steigen ein, lassen sich durch die breiten Alleen ziehen, vorbei an alten Villen, lebendigen Märkten und winkenden Kindern. Der Fahrer lächelt, die Räder knarren, die Stadt rollt langsam an Ihnen vorbei – eine stille, entschleunigte Stadtführung auf drei Rädern. Hier in Antsirabe bleiben wir über Nacht. Wir wohnen in der einfachen und romantischen Eco Lodge.

    8.Tag: „Andasibe Nationalpark“

    – hier wollen wir hin. Denn in diesem grünen Juwel im Osten der Insel leben die Riesen unter den Lemuren, die Indris. Doch der Weg ist weit, wir brechen also früh auf. Immer wieder passieren wir Lastwagen – schwer beladen kriechen Sie die Berge hinauf. Immer wieder müssen wir uns aneinander vorbeizwängen. Wenngleich auch langsam, wir kommen voran und erreichen am späten Nachmittag Andasibe. Die nächsten drei Tage wohnen wir in der wunderbaren Manjarano Lodge – eine Perle Madagaskars. Kulinarisch? Ein Traum. Hier wollen wir drei Tage bleiben.

    9.Tag: „Auf den Spuren der Indri“.

    Der Tag beginnt früh. Nebel hängt schwer im dichten Regenwald. Sie hören das erste laute Heulen der Indri – ein Ruf, der durch Mark und Bein geht. Der Indri, Madagaskars größter Lemur, singt mit tiefen, fast menschlichen Tönen – sein Gesang hallt durch den Wald und gilt als das geheimnisvolle Herz des Andasibe. Auf schmalen Pfaden bahnen wir uns unseren Weg, Wurzeln und Moose unter den Füßen. Plötzlich ein Sprung – ein schwarz, weißer Lemur huscht zwischen den Bäumen vorbei. Bunte Chamäleons verstecken sich auf Ästen, Vögel zwitschern ein wildes Konzert. Sie entdecken seltene Orchideen und uralte Bäume, deren Kronen den Himmel fast verschlucken. Nach Stunden im Wald spüren Sie, wie die Natur Sie packt und nicht mehr loslässt. Ein unvergesslicher Tag, voller Abenteuer und stiller Wunder. Viel zu erzählen am Abend. Und über uns wölbt sich der unfassbare südliche Sternenhimmel – klar und strahlend.

    10.Tag: „Lemuren zum Greifen nah“.

    Die nahe unserer Lodge sind kleine Schutzgebiete mitten im Wasser, wo seltene Lemurenarten frei und ungestört leben. Hier finden Tiere Ihren Rückzugsort, die vorher in Gefangenschaft leben mussten. Die Nachkommen werden später in den Nationalpark ausgewildert. Umgeben von üppiger Vegetation bieten die Inseln ein ruhiges Refugium für neugierige Kattas, flinke Bambuslemuren und andere endemische Bewohner – ein perfekter Ort für unsere Beobachtungen in natürlicher Umgebung.

    11.Tag: „Westküste“.

    Zurück nach zum Flughafen der Hauptstadt. Wir wollen an die Westküste. Im Morandava Resort beziehen wir Quartier für die nächsten beiden Tage.

    12.Tag: „Waldspaziergang und Baobaballee“.

    Die berühmte Baobab-Allee bei Morondava ist ein magischer Ort – jahrhundertealte Affenbrotbäume reihen sich wie urzeitliche Riesen entlang der staubigen Straße. Im warmen Licht der Dämmerung werfen ihre knorrigen Stämme lange Schatten und schaffen eine Atmosphäre voller Mystik und Geschichte. Ein unvergessliches Symbol Madagaskars. Der Kirindy-Wald im Westen Madagaskars ist ein trockener Laubwald voller Geheimnisse. Hier leben nachtaktive Tiere wie die seltenen Fossa, flinke Mausmakis und verschiedene Lemurenarten. In der kühlen Abenddämmerung erwacht der Wald zum Leben – ein spannendes Erlebnis für Naturentdecker.

    13.Tag: „Nosy Be“.

    Nach dem Frühstück bringt uns ein Flugzeug zur kleinen Insel Nosy Be. Nosy Be – die „duftende Insel“ im Norden Madagaskars – ist ein tropisches Paradies mit weißen Sandstränden, türkisblauem Wasser und einer entspannten Inselszene. Hier treffen Sie auf farbenfrohe Märkte, duftende Vanilleplantagen und eine reiche Unterwasserwelt voller bunter Korallen und tropischer Fische. Hier feiern wir das Finale unseres Madagaskar – Abenteuers. Vier Tage Strand, Meer und nochmal Nationalpark. Wir wohnen im Andilana Resort.

    14.-17.Tag: „Lemuren, Strand und Mee(h)r“.

    Tage auf Nosy Be voller Abenteuer und Ruhe. Sie streifen mit dem Ranger durch den dichten Lakobe-Wald. Lemuren springen über Ihnen, Vögel singen laut und wild. Dann lockt der weiße Strand: warmes Wasser, sanfte Wellen, pure Entspannung. Zwischen Wanderungen tauchen Sie ins Meer, spüren Sonne und Salz auf der Haut. Natur und Meer, Spannung und Gelassenheit – perfekt vereint. Ein letzter Besuch auf dem bunten Markt – vielleicht noch Souvenirs und Gewürze einkaufen. Noch eine Plauderei mit den Menschen hier und ein letzter Drink am Strand. Ihr Urlaub geht zu Ende. Am Nachmittag bringt uns Ethiopian Airways zunächst nach Addis Abeba. Weiter dann gen Frankfurt.

    18.Tag: „nach Hause“

    – denn da ist es einfach auch sehr schön. Und Sie müssen heimkehren, um wieder verreisen zu können. Am Morgen landen wir wieder in Deutschland. Schumann reisen bringt Sie bis nach Hause. Bilder und Geschichten, der Geschmack Madagaskars und die Melodien der Wälder bleiben Ihnen für immer erhalten.

    Impressionen